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Die antike Stadt Hierapolis stellt heute eines der beliebtesten Reise- und Ausflugsziele in der Türkei dar.

Pamukkale, so der heutige türkische Name der Stadt, liegt etwas nördlich von der Provinzhauptstadt Denizli und besticht vor allem durch eine herausragende natürliche Sehenswürdigkeit, die auch den heutigen Namen der Stadt geprägt hat.

Pamukkale bedeutet wörtlich übersetzt Baumwollschloss, auch wenn man heute eher die übertragene Bedeutung Weiße Burg vertritt. Dieser Name rührt von einer einzigartigen geologischen Besonderheit her. In der Nähe von Denizli endet der große Grabenbruch, dem der Mäander in der Türkei folgt. Aufgrund der großen geothermischen Energie dieser seltenen Verbindung findet man in der gesamten Region eine große Zahl von Thermalquellen, die schon in der Antike ob ihrer heilsamen Wirkung bekannt und berühmt waren. 

In der Nähe von Pamukkale allerdings sind es nur indirekt die Thermalquellen, die den Ort so berühmt gemacht haben; es ist vielmehr ein Nebenprodukt der thermischen Energien, die hier zeitweise für Besucherzahlen von mehr als 1.000 Menschen am Tag sorgen. Das Wasser, welches hier in den Thermalquellen zu finden ist, enthält Kalizumbikarbonat, ein Inhaltsstoff, der bei Quellen dieser Art sehr selten ist. Beim Abkühlen zerfällt dieser Stoff in Kohlendioxid und Kalziumkarbonat, so dass Kalk entsteht. Dieser Kalk wäre an sich noch keine so bemerkenswerte Besonderheit, wenn er nicht aufgrund der besonderen Beschaffenheit der Landschaft dicke Ablagerungen bilden würde, die sich als weißer Teppich über die Landschaft legen. Besonders reizvoll ist dies allerdings, da der Kalk entlang von bestimmten Abflussrinnen nach unten sintert und so flache, terrassenförmige Becken und tiefe Tröge ausformt, die im Laufe der Zeit der Landschaft eine bemerkenswerte Form gegeben haben. Wenn man nun noch bedenkt, dass der Kalk in Pamukkale sehr rein ist und dementsprechend auch eine sehr weiße Farbe aufweist, kann man sich langsam vorstellen, warum diese Gegend als weiße Burg bekannt ist. Die weiße Terrassenlandschaft in Pamukkale ist ebenso einzigartig wie die besonderen Bedingungen, unter denen diese entstehen konnten. Der Abhang, der vom Kalk bedeckt ist, erscheint bei der Anfahrt wie ein weißer Wasserfall, der merkwürdigerweise natürlich unbewegt ist. Wenn man sich den Terrassen nähert, kann man im Sommer das Wasser bewundern, welches hier in verschiedenen Türkistönen schimmert, während im Winter dampfende Schwaden von dieser scheinbaren Schneelandschaft aufsteigen. 

Nachdem sich diese einmalige Naturlandschaft bei Reiseveranstaltern und Touristen herumgesprochen hatte, wurde Pamukkale bald zu einem der meistbesuchten Zielen in der Türkei, was leider sehr schnell unangenehme Folgen für die weiße Sinterterrassen hatte, denn innerhalb von wenigen Jahren wurden sie so verdreckt, dass niemand mehr in ihnen baden wollte, was vorher bei den Besuchern sehr beliebt war. Seit 1997 sind die Terrassen gesperrt und konnten sich so von den Besuchern einigermaßen erholen, weshalb sie heute beinahe wieder in alter Pracht erstrahlen. Baden ist allerdings noch immer nicht erlaubt, da man kein Interesse daran hat, diese einmalige Landschaft erneut verdrecken zu lassen. Dennoch ist Pamukkale somit ein lohnendes Ziel, da die Terrassen auch optisch einiges zu bieten haben. 

Auch jenseits dieses Naturwunders ist die Region ein sehr ansprechendes Ziel. Vor den Terrassen des Baumwollschlosses liegen die Ruinen des antiken Hierapolis, die aus dem 2. Jahrhundert vor Christus stammen. König Eumenides II. von Pergamon gründete diese Stadt, um sich die Kurquellen zunutze machen zu können.

Während der römischen Kaiserzeit erlebte Hierapolis eine wahre Blütezeit, und es entwickelte sich ein großer Thermenbezirk und eine Reihe von Kultstätten, die damals natürlich eng verbunden waren mit der heilenden Wirkung der Quellen. In der Antike führte man die Heilkraft dieser Quellen vielmehr auf einen göttlichen Einfluss denn auf eine gewöhnliche Wirkung des Wassers zurück, weshalb die spirituelle Bedeutung von Hierapolis beinahe ebenso groß war wie ihr Status als Kurstadt des Römischen Reiches.

Die Ruinen der Stadt sind bis heute relativ gut erhalten und stellen eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit von Pamukkale dar.

 

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