Urlaub in der Türkei
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Bodrum ist eine Stadt, die vielfältigsten Interessen gerecht wird und die daher zu Recht einen sehr hohen Status unter den türkischen Urlaubszielen genießt.

Von weitem erblickt man Bodrum als einen mediterranen Traum: weiße Häuser scharen sich um eine beeindruckende, mittelalterliche Burg, die auf einem Hügel über der klaren, blauen Bucht thront. Was nun nach einem Mekka für kulturinteressierte klingt, hat zwar in der Tat in dieser Beziehung einiges zu bieten, ist momentan allerdings hauptsächlich als Partyhauptstadt der Türkei berühmt. Bodrum gilt als türkisches Ibiza und ist als solche dabei, der Metropole für junge Urlauber wirklich den Rang abzulaufen.

Daher findet man eine Reihe von Nachtclubs, Discotheken und anderen spaßorientierten Orten in der Stadt, die sich allerdings relativ gut in das Stadtbild einfügen, was ja ob der üblichen Entwicklung solcher Szenetreffs sehr verwunderlich ist.

Neben einige Reihe von hochwertigen und relativ teuren Hotels hat sich in letzter Zeit vor allem eine Kultur der preisgünstigen Unterkünfte entwickelt, die vornehmlich von jungen Leuten genutzt werden, die dem Ruf des Nachtlebens von Bodrum nachlaufen.

Allerdings kommen jedes Jahr mit den rund 400.000 Touristen auch viele Segler nach Bodrum, da der Yachthafen dieser Stadt zu den größten in der Türkei gehört. Allerdings ist das schöne Stadtbild von Bodrum sogar rund um den Hafen einigermaßen erhalten geblieben.

Trotz all dieser modernen Einflüsse gelingt es Bodrum allerdings dennoch, dem ersten Eindruck als kulturelles Zentrum gerecht zu werden. Die beeindruckende Burg im Stadtzentrum ist das einzige historische Bauwerk in der Stadt, welches bis heute erhalten ist, doch hat die Stadt auch jenseits von Denkmälern aus Stein einiges zu bieten.

Die Burg ist das mittelalterliche Kastell St. Peter, welches vom Orden der Johanniter vom Hospital zu Jerusalem errichtet hat. Dieser Orden hatte für einige Zeit noch nach den Kreuzzügen in dieser Region Bedeutung, zog sich dann allerdings bald von Bodrum zurück. St. Peter ist heute natürlich als historisches Bauwerk sehr interessant, genießt aber vor allem einen wichtigen Ruf als das weltgrößte Museum zur Unterwasserarchäologie. In diesem Museum, welches durch die sieben Tore der Burg erreichbar ist, kann man erstaunliche Funde bewundern, die ein Bild über die antike Schifffahrt abliefern. Die ältesten Funde sind die Schiffswracks von Uluburum, aus dem 14. Jahrhundert vor Christus und Finike, aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. Die beide zusammen einen erstaunlichen Eindruck vom Handel in mykenischer Zeit erschufen: man fand in diesen Wracks Bernstein von der Ostsee, aber auch Elfenbein aus Ägypten, was natürlich ein interessantes Bild über die Handelsbeziehungen in dieser antiken Periode erzeugte.
Außer den Funden aus diesen Wracks findet man im Museum die Rekonstruktion eines römischen Schiffs zu finden, welches vom gleichen Typ ist wie das, mit dem der Apostel Paulus nach Rom fuhr. Im französischen Turm der Burg findet man die spektakulärste Ausstellung des Museums: hier werden Exponate ausgestellt, die aus dem Grab einer karischen Prinzessin aus der Zeit des Mausols geborgen wurden. Britische Gerichtsmediziner haben die Gesichtszüge der Prinzessin rekonstruiert; die ausgestellte Rekonstruktion gehört zweifelsohne zu den interessantesten Exponaten in der Burg. 

Neben diesen ohnehin schon interessanten Ausstellungen kann man sich noch über das Gesundheitswesen der Antike informieren und das ganz passend im Schlangenturm, oder sich einen Eindruck vom Leben der Galeerensklaven im antiken Rom verschaffen. Schließlich bietet das Museum noch eine Bar, in der man sich nach der Tour durch die verschiedenen Ausstellungen erholen kann. Somit reicht allein schon dieses Museum aus, um einen Ausflug nach Bodrum zu rechtfertigen, selbst wenn man kein Interesse am Nachtleben dieser Stadt hat.

Über der westlichen Hafenseite findet man die Fundamente des antiken Mausoleion, das zu den Sieben Weltwundern gehört. Allerdings ist außer diesen Mauerresten leider bis heute nicht mehr viel erhalten, da die Johanniter 1520 das Mauerwerk komplett abtragen ließen, um das Kastell weiter ausbauen zu lassen. Ein Fries, welches zu den wichtigsten Denkmälern aus dem 4. Jahrhundert vor Christus gehört, konnte allerdings erhalten werden; im Museumstrakt ist ein Abguss davon zu gehen. Der Fries stellt Szenen aus der Amazonenschlacht dar.

Ob all dieser Vorzüge ist Bodrum sicherlich zu Recht eines der beliebtesten Ziele in der Türkei und hat für Menschen mit verschiedenen Interessensgebieten einiges zu bieten.

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